Enthinderte Sexualität: Kurzbericht und Fotos

April 17, 2008

Nun endlich unser erster kurzer Bericht von unserer Teilnahme am Kongress „Enthinderte Sexualität“ in Linz. Einen ersten Eindruck können sicherlich unsere Bilder von dem Kongress vermitteln.

Constanze Hill und Thomas Hill auf der Konferenz \

Die Atmosphäre während des Kongresses war für uns besonders angenehm. Das lag zum einen an der sehr gelungenen Organisation (klare Struktur der Konferenz, viele Helfer_innen standen zur Verfügung, großzügiges Buffet [leider nicht vegan 😦 ], Ort der Veranstaltung, …). Zum anderen erlebten wir die Vielfalt der Teilnehmer_innen als besonders gewinnbringend, so konnten in den Diskussionen unterschiedliche Perspektiven dargestellt und diskutiert werden. Als besonders angenehm und auffällig empfanden wir den sensiblen Umgang mit Sprache in Bezug auf die Vermeidung diskriminierender Bezeichnungen für Menschen mit Beeinträchtigungen.

Wir sind insgesamt auf vielfältige Art angeregt worden über Sexualität und Beeinträchtigung (neu) nachzudenken.

Nina de Vries auf dem Kongress \

Deshalb haben wir uns entschlossen im Anschluss an den Kongress in den nächsten Wochen folgende vier Einträge zu schreiben:

Gerti Senger und Joseph Bauer auf dem Kongress Enthinderte Sexualität

Wir bedanken uns für die Einladung bei Wolfgang Glaser, beim Organisationsteam für die schönen Tage beim Kongress und beim Hotel Mühlviertlerhof für die familiäre Atmosphäre.


Mit Streetart gegen Barrieren

März 16, 2008

Im taz Fotoblog Streetart zeigt Caro Fotos einer aktuellen Berliner Streetartaktion zum Thema Barrieren. Bereits am 08.03.2008 berichtete die Bloggerin von ersten Stickern dieser Reihe mit dem Aufdruck „Barrikaden statt Barrieren“ nun lassen sich in Kreuzberg auch Sticker mit der Aufschrift „Mittendrin statt nur dabei“ und „Jedem Rolli sein Molli“ finden.

Hier ein Bild vom Streetart-Fotoblog:

Foto von caro zur aktion gegen barrieren

Barrieren brechen 08 – Projektwoche an der Universität Leipzig

März 13, 2008

Wir wollen heute auf eine tolle Veranstaltung in Leipzig hinweisen. Der Studentinnenrat der Universität Leipzig organisiert vom 31.03. – 04.04.2008 eine Projektwoche mit dem Titel „Barrieren brechen„. Im Ankündigungstext heißt es:

„Wie kann man mit großen Toiletten, Fahrstühlen und Rampen statt Treppen den Begriff Barrierefreiheit darüber hinaus definieren? Finden in den aktuellen Debatten soziale und kulturelle Zugangsschwellen, Sprachbarrieren und deutsche Unwertphantasien, ohne die typologische Almosenvergabe, überhaupt ihre Anwendung? Hat nicht jeder mit Barrieren zu kämpfen, offenkundig oder nicht? Es ist an der Zeit den Begriff weit über die gängige Explikation zu definieren und damit gleichzeitig eine Akzeptanz der Menschen zu den Menschen zu schaffen, ohne die Distinktion zwischen AusländerIn – InländerIn, Frau – Mann, Behindert – Normal zu vollziehen. Erst mit diesem Anspruch kann die Reflexion der Wahrnehmung von Menschen mit ihren jeweiligen Befähigungen erfolgreich sein. Nur im Zuge dessen kann jeglicher Diskriminierung vorgebeugt werden.“

Neben Workshops und Vorträgen zur Verwendung von leichter Sprache, zu Privilegien, Inklusion, bieten Anja Jonas und Sabine Wienholz am 03.04. einen Workshop zum Thema „Sexualität und geistige Behinderung“ an. Leider können wir alle zu diesem Zeitpunk nicht nach Leipzig fahren, aber vielleicht findet sich eine_r und schreibt einen kleinen Bericht?


Ein Nachbericht – Fürst Donnersmark-Stiftung

Februar 29, 2008

Zu unserer Filmpremiere am 23.02.2008 waren neben allen Interessierten auch unsere Förderer/Förderinnen geladen. Wie zum Beispiel die Fürst Donnersmark-Stiftung, die jetzt auf ihren Webseiten eine Premierennachbetrachtung veröffentlicht hat.

“Mit großem Beifall wurde die einstündige Dokumentation mit dem Thema Sexualbegleitung und Sexualassistenz für Menschen mit Lernschwierigkeiten („geistiger Behinderung“) vom fachkundigen Publikum im Arsenal am Potsdamer Platz honoriert. Die rund 230 Besucher im gut gefüllten Kinosaal an der Potsdamer Straße verfolgten mit großem Interesse und Anteilnahme den Bericht über drei Menschen mit Lernschwierigkeiten, die an einem Erotikworkshopwochenende in Trebel teilnahmen.“ (Quelle: Fürst Donnersmark-Stiftung)

Neben der Premierennachbetrachtung gibt es auf der Seite auch eine eigene Fotostrecke mit sehr gelungenen Bildern.

Foto aus der Fürst Donnersmark-Stiftung Fotostrecke

Quelle: Fürst Donnersmark Stiftung


Sexualbegleiter für Frauen

Februar 26, 2008

Mondkalb

Doch, es gibt sie, die Sexualbegleiter für Frauen. Auch wenn sie rar sind. In der neuen Ausgabe vom Mondkalb: Zeitschrift für das organisierte Gebrechen (1/2008) ist ein Artikel mit dem Titel: „Ein juter Mensch – einfach ausgedrückt“ (pdf) erschienen. Marie Gronwald führt dort ein Interview mit einem „Callboy“ bzw. einem Sexualbegleiter, der seit ca. vier Jahren mit Frauen mit Beeinträchtigungen arbeitet.

Auf jeden Fall ein spanndendes Thema. Ein lesenswerter Artikel in einer lesenswerten Zeitung.