Barrieren brechen 08 – Projektwoche an der Universität Leipzig

März 13, 2008

Wir wollen heute auf eine tolle Veranstaltung in Leipzig hinweisen. Der Studentinnenrat der Universität Leipzig organisiert vom 31.03. – 04.04.2008 eine Projektwoche mit dem Titel „Barrieren brechen„. Im Ankündigungstext heißt es:

„Wie kann man mit großen Toiletten, Fahrstühlen und Rampen statt Treppen den Begriff Barrierefreiheit darüber hinaus definieren? Finden in den aktuellen Debatten soziale und kulturelle Zugangsschwellen, Sprachbarrieren und deutsche Unwertphantasien, ohne die typologische Almosenvergabe, überhaupt ihre Anwendung? Hat nicht jeder mit Barrieren zu kämpfen, offenkundig oder nicht? Es ist an der Zeit den Begriff weit über die gängige Explikation zu definieren und damit gleichzeitig eine Akzeptanz der Menschen zu den Menschen zu schaffen, ohne die Distinktion zwischen AusländerIn – InländerIn, Frau – Mann, Behindert – Normal zu vollziehen. Erst mit diesem Anspruch kann die Reflexion der Wahrnehmung von Menschen mit ihren jeweiligen Befähigungen erfolgreich sein. Nur im Zuge dessen kann jeglicher Diskriminierung vorgebeugt werden.“

Neben Workshops und Vorträgen zur Verwendung von leichter Sprache, zu Privilegien, Inklusion, bieten Anja Jonas und Sabine Wienholz am 03.04. einen Workshop zum Thema „Sexualität und geistige Behinderung“ an. Leider können wir alle zu diesem Zeitpunk nicht nach Leipzig fahren, aber vielleicht findet sich eine_r und schreibt einen kleinen Bericht?


Grund des Verbots der Premiere

Oktober 15, 2007

Ich hatte die Vorsitzende des Prüfungsamtes des Institutes für Rehabilitationspädagogik nach der Untersagung den Film zur Premiere zu bringen, gebeten mir die Rechtsgrundlage ihrer Entscheidung mitzuteilen.Nachdem die Vorsitzende des Prüfungsamts nun meinen „Fall“ von der Rechstabteilung prüfen lassen hat, antwortete sie mir folgendermaßen:

„Bezüglich Ihrer Vorstellung, Ihren Film, der Teil Ihrer Diplomarbeit ist, vor Abgabefrist der Arbeit zum 2. Januar 2008 einer Öffentlichkeit zu präsentieren, habe ich Rechtsauskunft eingeholt.

Da Sie nach § 25 (6) versichern müssen, dass die Arbeit selbstständig verfasst wurde, kann bei einer solchen Präsentation von einer Beeinflussung durch eine Diskussion ausgegangen werden.

Aus diesem Grunde können wir Ihnen keine Genehmigung der Vorabvorführung erteilen, es sei denn, Sie würden Ihre gesamte Diplomarbeit vor dem 2.1.2008 einreichen. Erst danach kann der Film gezeigt werden.“

Daraufhin habe ich mir nochmal meine Prüfungsordnung angeschaut. Im Paragraphen 25 (6) der Prüfungsordnung für den Studiengang Rehabilitationspädagogik heißt es:

„Bei der Abgabe der Diplomarbeit hat der Kandidat schriftlich zu versichern, daß er seine Arbeit-bei einer Gruppenarbeit einen entsprechen gekennzeichneten Anteil an der Arbeit selbständig verfasst und keine anderen als die angegeben Quellen und Hilfsmittel benutzt hat.“

So ist das also. Ziemlich absurd eigentlich. Oder?